Aufbegehren der Schatten

Morgenröte

Morgenröte

Die Nachricht des roten Kristalls:

Während wir in Kirla waren und uns mit unseren verschiedenen Lehrmeistern mit den Feinheiten unseres Weges des Adepten beschäftigten kam es zu einem Unglück in den Gießereien der Stadt. Zuerst hörte ich nur das ein Arbeiter unvorsichtig mit der Schlacke eines Schmelzofens hantiert hatte. Dabei wurden wohl einige Arbeiter schwer verletzt und leider auch ein paar wenige Namensgeber getötet. Später erfuhr ich das Ungeschicklichkeit gepaart mit Übermut zu diesem Unglück führte und das Festus darin verwickelt war.
Mir kam das ganze etwas seltsam vor Übermut bei einem Obsidianer. Als Festus davon berichtete kam mir die Idee was schief gelaufen war, er hatte schlicht und ergreifend die legendäre Robustheit der Obsidianer unter Beweis gestellt und die Neugier anderer Namensgeber geweckt. Danach führten Panik und Unorganisiertheit zu der Verwüstung der Schmelzerei.
Aber das nur als Erklärungsversuch zu einem Unglück das vor dem Großen Brand und der fast vollständigen Auslöschung der Stadt stattfand.

Viel interessanter dürfte meine Version der Geschichte über den Grossen Brand von Kirla sein.
Schon seid Tagen war in der Stadt eine starke Unzufriedenheit und Angst zu spüren. Dieses Klima hatte sich dadurch aufgebaut das jede Nacht ein Haus in Brand geriet.
Die meisten Zwischenfälle dieser Art ereigneten sich in der Nähe der Hochöfen. Jetzt könnte man meinen das einfach nur Unvorsichtigkeit oder Vandalismus zu den Bränden führten aber leider war in Wahrheit eine ganz und gar andere Ursache der Grund andere. Es wurde immer eine riesige gehörnte blutrote Gestalt, von der eine gewaltige Hitze ausging, bei den Unglücksorten gesehen.
Ein Feuerelementar war für die Brände verantwortlich. Unter den Bewohner der Stadt ging das Gerücht rum das dieses Elementar nicht von Öfen stamme sondern eine falsch funktionierende Schutzmassnahme des nahen T`skrang Kaers dafür verantwortlich wäre. Diese Meinung wurde von einigen einflussreichen Persönlichkeiten der Stadt geteilt und genährt.
Das Ziel dieser Leute war ganz klar die Tore des Kaers zu öffnen, wenn es sein musste mit Gewalt.
Die Motivation dieser Namensgeber war anscheinend die Gier auf die Reichtümer des Kaers und nach Geschäften mit den Bewohnern.
Es schien fast so als hätte die wahnsinnige Passion der Gier ihre Hände im Spiel gehabt.
Ich verstehe bis heute nicht wie man so kurz nach der Plage die Abwehrmaßnahmen eines Kaers so falsch einschätzen konnte.
Es muss doch jeden Namensgeber klar sein das ein Kaer das den Ansturm von Dämonenhorden standhalten sollte nicht durch ein paar Namensgeber ohne ernst zunehmende magische Fähigkeiten erstürmt werden kann.
Aber ich beginne Abzuschweifen zurück zum Anfang.
Zum Ende unserer Ausbildung schaute ich mir an wie Toda Festus Schwert magisch verstärkte. Es war wirklich interessant für mich die Magie der Schmiede zu sehen. Es ist wirklich interessant wie mit dem Schmiedewerkzeug die Beschwörungen in das Metall getrieben werden.
Nachdem Toda mit der Arbeit fertig war hörte man von draußen wieder den Lärm einer Prozession. Diese Prozessionen fanden jeden Tag statt. Ein großer Eisengong wurde durch die Straßen getragen und dabei in einem primitiven Tack geschlagen. Die Teilnehmer wollten dass das Kaer geöffnet wird und der Gong sollte wohl die anderen Namensgeber der Stadt weich klopfen.
Diesmal gingen Akbar,Festus und Emmi zu den Störenfrieden um sich die Beweggründe der Randalierer erklären zulassen.
Eigentlich lassen sich die Gründe sehr einfach zusammenfassen Angst und auch Gier. Weil schließlich geht es um jede Menge Gold wenn eine Kaergemeinschaft ihre Tore öffnet. Außerdem erfuhren wir das bis jetzt der Kontakt mit Hilfe einer Kristallschale statt fand die sich in dem Besitz von Emmis Lehrmeister dem Ork Luminos befand.
Dieser Ork war der oberste Elementarist von Kyrla und dem Element Feuer besonders zugetan. Die Nähe zu diesem gefährlichen Element hatte sich auch auf seine Gefühlswelt ausgewirkt, außer das er aufbrausend war. In Ordnung diese Charaktereigenschaft trifft fast auf jeden Ork zu, hatte das Leben anderer Namensgeber nicht allzu viel Wert für ihn. Nur seine Ziele zählten und mussten um jeden Preis erreicht werden.
Er spielte in den Ereignisse eine sehr strategische Rolle weil sein Schicksal auch eine Warnung für uns ist. Aber höre dir einfach meine Erzählung weiter an und bilde dir selbst eine Meinung.
Wir wussten also nun das es eine Kommunikation mit dem Kaer gab und seine Bewohner hauptsächlich T`skrangs zwar erwacht waren aber nicht rauskommen wollten. Der Grund wieso sie nicht ihre Tore öffnen wollten war ein alt Bekannter. Sie trauten dem Frieden einfach nicht. Sie glaubten es wäre eine Falle der Dämonen und wollten deswegen warten bis der Magiespiegel noch weiter gesunken wäre.
All dieses hatte Luminos dem Volk erzählt weil nur er für die Stadt mit dem Kaer verhandelte.
Dadurch das die Kommunikation nur über die Schüssel ging waren seine Worte auch nicht zu widerlegen. Emmi wollten ihn auf das Ganze ansprechen aber bekam ihn nicht mehr zu Gesicht. Er hätte dringende Sachen zu erledigen.
An diesem Tag spürten Emmi und ich wie sich langsam ein gewaltiges magisches Feld in der Stadt aufbaute. Dieses Feld wurde von einem Feuer Elementarnexus gespeist. In diesen Nexus mündeten zahllose magische Fäden, irgendwo in diesem Netz versteckte sich der Grund für dieses Feld aber wir konnten es nicht erkennen.
Den ganzen Tag über verstärkte sich das Gefühl der Unzufriedenheit und das irgendwas passieren würde. Als wir auf einem der Marktplätze der Stadt waren sahen wir auch was passierte. Es hatte sich eine gewaltige Gruppe Namensgeber zusammen gefunden die von einigen Aufrührern angepeitscht wurden. Der Mob wurde darauf eingeschworen das Kaer zustürmen. Hier für wurden die Leute mit Vorschlaghämmern und sonstigen Werkzeugen ausgestattet um die Tore einzureißen und somit die Kaergemeinschaft zu zwingen sich der Welt zustellen. Genährt wurde das ganze damit das wenn das Kaer geöffnet wäre auch der Feuerteufel endlich inaktiv würde. Schließlich wäre er eine fehlgeleitete Schutzmassnahme. Schon damals glaubte ich diesem Argument nicht. Das Verhalten des Wesens ergab für mich keinen Sinn besonders nicht wenn es Dämonen abhalten sollte.
Es sammelten sich immer mehr Leute um das Kaer zu erstürmen als gegen Abend circa 1000 Namensgeber zusammen waren bewegte sich der Mob auf das Kaertor zu. Wir folgten dem Mob um das Schauspiel zu beobachten, ich gab mich nicht der Illusion hin so eine aufgeheizte Menge aufzuhalten. Jedenfalls nicht damals.
Als der Mob das Tor erreichte wollte trotz mehrfacher Aufforderung der Wortführer niemand den ersten Schlag tun.
Auf einmal trat Akbar vor um den ersten Schlag gegen das Tor auszuführen. Sofort fing die Menge an Akbar wegen seines Mutes zufeiern. Ich fragte mich eher wie man so unfassbar dämlich sein konnte. Hätte er doch einfach zugeschaut sicherlich irgendwann hätte jemand den ersten Schlag getan aber wir hätten vielleicht noch mehr Zeit gehabt.
Den während der ganzen Zeit hatte sich das Feld der Magie immer mehr verstärkt und als Akbar seine Schläge gegen das Tor ausführte spürte ich endlich die Quelle dieser Störung auf. Sie war bei den Hochöfen. Die Öfen selber waren ein guter Ort um Elementarmagie und Rituale zuwirken und zu verschleiern. Dieser Ort war von Elementarmagie regelrecht durchtränkt schließlich wurden die Öfen teilweise durch Feuerelementare betrieben.
Als Akbar zusammen mit einem Troll, der anscheinend auch ein Adept war, weiterhin auf das Tor einschlug passierte etwas. Zuerst nur auf der Astralebene konnte man erkennen, dass ein gewaltiges Feuerelementar aus dem Nexus aufstieg und in Richtung des Kaers sich bewegte. Kurz vor dem Kaer materialisierte es sich auf unserer Ebene. Auf einmal geriet der Fluss in Bewegung und aus den Wassermassen bildete sich eine gewaltige schlammige Riesenschlange.
Die Menge geriet in wilde Panik und auf einmal sahen viele der angereisten Glücksritter ihre Chance zu schnellen Gold zukommen. Sie fingen an zuplündern und zu brandschatzen.
Im Hintergrund dieses Wahnsinns begangen die beiden elementaren Giganten damit sich zu bekämpfen.
Mir viel bei dem Feuerelementar etwas merkwürdiges auf ein magischer Faden führte von ihm direkt zu den Öfen. Dieser Faden pulsierte merkwürdig und schien irgendetwas mit dem Elementar zu machen. Auch Emmi konnte mir dieses Detail nicht erklären. Was auch immer für ein Zauber gewirkt wurde, er hatte nicht nur den Zweck das Wesen zu beschwören sondern er hatte noch einen ganz anderen Zweck. Ich schaffte es meine Gefährten bei mir zu sammeln und dazu zu überreden den Hochöfen einen Besuch ab zustatten.
Kurz vor unserem Ziel beschlossen einige Banditen das wir ein lohnendes Ziel für sie währen. Am Anfang stolperten Festus und Agbar auch nur auf die Gegner zu als das sie sie angriffen. Aber nach diesem kurzen Moment der Schwäche, der vielleicht auch nur Taktik war, wurden die Möchtegerngangster einfach nieder gemacht.

Als wir die Hochöfen erreichten konnten wir schon sehen das wir die Quelle des Rituals gefunden hatten. Die Luft war von Magie geradezu erfüllt und der Gebäudekomplex neben den Öfen wurde von magischen Energien von innen heraus zerstört. Die Mauern gaben den Blick auf den ersten Stock und den Räumlichkeiten des Orkelementaristen frei. Irgendetwas ging in diesen Räumen vor. Wir sollten bald herausfinden was.
Als wir das Gebäude betraten stürmten auch schon die Lehrlinge des Orks auf uns zu und in heilloser Flucht an uns vorbei.

Sie waren in Panik geraten weil sie glaubten das ihr Meister die Kontrolle über das Ritual. Wir berieten uns kurz was wir am besten machen könnten um die Situation zu entschärfen. Schließlich wurde gerade die Stadt um uns herum von zwei Elementaren neu gestaltet und vor uns wurde ein Ritual mit unbekannten Konsequenzen und Ziel ausgeführt.
Wir entschlossen uns für den direktesten Weg. Vielleicht nicht der schlauste Weg und heut zutage würde ich auch mehr Zeit zum Analysieren der Lage verwenden aber damals schien es das einzige was in unserer Macht lag.
Emmi und mich selber umgab ich mit einem kleinen Schutzzauber gegen Elementarmagie, dieser Zauber war mir so gut gelungen das unserem Feind vor Erstaunen fast die Hauer ausfielen.
Agbar sprang einfach direkt zu Luminos um ihn anzugreifen. Toda entschied sich dafür über die Treppe zu den Beiden zu stoßen.
Festus wollte genauso wie Agbar einfach hoch springen. Leider ist ein Obsidianer nicht gerade sehr geeignet zum Fliegen und auch seine aerodynamischen Eigenschaften lassen zu wünschen übrig. Er mühte sich sehr lange ab um Luminos zu erreichen. Während des Kampfes stellte sich heraus das Luminos die Macht des Feuerelementars benutzen wollte um seine eigene Magie zu verstärken.
Er tauchte Agbar und Toda in Magisches Feuer was aber beide nicht davon abhielt Luminos weiter zuzusetzen.
Emmi beharkte ihren ehemaligen Lehrmeister mit Erdpfeilen und Eissprüchen was diesen so sehr erzürnte das er sich eine Zeitlang nur auf unseren kleinen Schmetterling konzentrierte.
Mein magischer Schutz hielt aber alle seine Flammen von Emmi`s empfindlichen Flügel ab.
Nach einiger Zeit erreichte Festus auch endlich den verrückten Ork und streckte ihn mit einen gewaltigen Hieb nieder.
In diesen Hieb hatte Festus wohl all seinen Frust über den missglückten Aufstieg gepackt. Obwohl ich mich bis heute frage warum er nicht einfach von Anfang an die Treppe benutzt hat.
Naja die Passionen werden schon wissen warum sie ihm erst ganz am Ende den Weg in den ersten Stock gewiesen haben.
Durch den Tod von Luminos wurde ein Teil der Magie die in dem Ritual gebunden war freigesetzt und das Gebäude komplett den Erdboden gleich gemacht.
Zum Glück verschwanden auch die beiden sich bekämpfenden Elementare.
Leider stand zu diesen Zeitpunkt schon ein Grossteil der Stadt in Flammen.
Wir konnten uns gerade noch zusammen mit der Leiche von Luminos und der Kaerkommunikationschale zu den an die Stadt angrenzenden Bauerhöfen retten.

Dort fanden wir dann heraus dass in Luminos Leiche ein Elementargeist gefangen war.
Ob er mit Hilfe des Rituals sich mit einem verbinden wollte oder durch unsere nicht ganz sacht gemäße Einmischung dieser in den sterbenden Körper gefangen wurde kann ich bis heute nicht sagen.
Nachdem wir den Ork geköpft hatten entwich der Geist auf dem schnellsten Weg um in seine Elementarebene wieder zurück zu kehren.
Die ganze Nacht über konnte man die Feuer und die Löscharbeiten in der Stadt beobachten.
Als wir am nächsten Tag wieder zurück kehrten zeigte sich uns ein Bild der kompletten Zerstörung.
Die einsmal großartige Stadt war zu sehr großen Teilen komplett zerstört entweder durch Plünderung, Vandalismus, Feuer oder in Hafen nähe durch Schlamm und Wasser.
In den Trümmern suchten aber schon Namensgeber nach Überlebenden, Habseligkeiten oder verwendbaren Material.
An einigen Stellen waren kleine notdürftige Lazarette errichtet worden um Überlebende zu versorgen. Die großen Handelshäuser trieben auch schon einige Arbeiter an um ihre Kontore wieder aufzubauen.
Schnell fanden wir heraus das die Händlergilde die Verwaltung der Überreste übernommen hatte um die Stadt wieder aufzubauen.
Leider nahmen die Handelhäuser das auch sofort zum Anlass an die Herzen der Adepten zu appellieren und um sonst oder gegen ganz kleine Kasse für sie zu arbeiten.
Wir gingen an diesem Tag erstmal alle unsere eigene Wege um zu helfen.
Nach kurzem Überlegen entschloss ich mich meine bescheidenen Dienste in einem der Lazarette anzubieten. Die Heiler vor Ort waren von meinen eher auf das Versorgen von Hieb- und Stichverletzungen spezialisierten Arztfähigkeiten nicht begeistert. Schließlich verstanden sie alle in einer Stadt mit vielen Schmieden und Gießereien mehr von Brandverletzungen als ich. Gerade als sie mich anweisen wollten Verbände auszuwaschen oder einen Sud aus Heilkräutern aufzusetzen konnte ich sie von meinen Wert doch noch überzeugen. Schließlich ist die Kraft eines Heilzaubers der jemanden in einen heilenden Schlaf versetzt nicht zu vernachlässigen.
Schlafende Menschen schreien nicht vor schmerzen und finden Ruhe.
Da die Stadt eh nur über eine handvoll Magier verfügte und die eher damit beschäftigt waren ihre Behausungen zu begutachten, wurde man Angebot jetzt doch gerne angenommen.
Ich konnte sogar ein paar nützliche Kontakte und Kniffe mir abschauen.

Comments

schöne Zusammenfassung, war nach 3 Monaten Spielpause zwingend notwendig!

Morgenröte
Mekkiah

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